Das 5. Internationale Kurzfilmfestival „Flechtkultur – Weaving Culture“ ist erfolgreich zu Ende gegangen. Im Rahmen des 45. Flecht-Kultur-Festivals und Korbmarktes wurde die Neue Filmbühne Lichtenfels erneut zum Treffpunkt für internationale Kurzfilme, Filmschaffende und Flechtbegeisterte.

Sechs Kurzfilme aus sechs Ländern erzählten auf ganz unterschiedliche Weise von Flechthandwerk, Natur, Tradition und der Frage, wie aus etwas Überliefertem etwas Neues entstehen kann. In vier Vorführungen konnten die Besucherinnen und Besucher die Filme auf der großen Leinwand erleben und anschließend mit den internationalen Filmgästen ins Gespräch kommen.

Vom Schulkino bis zur großen Leinwand

Bereits am Donnerstag startete das Festival mit einem besonderen Schulkinoprogramm für das Meranier-Gymnasium Lichtenfels. Gemeinsam mit Florian Mannaioni und Alexandra Rita Klaus vom französischen Kollektiv L’Oseraie du Possible lud Kuratorin Jennifer Rubach Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen ein, den handgezeichneten Animationsfilm Un brin d’espoir – A Strand of Hope – Ein Funke Hoffnung zu entdecken.

Nach dem Filmgespräch konnten die Jugendlichen selbst aktiv werden: Für viele war es das erste Mal, dass sie eine Weidenrute in der Hand hielten. Unter Anleitung entstanden kleine geflochtene Fische. Anschließend erkundeten die Schülerinnen und Schüler die filmbegleitende Ausstellung im Kinofoyer.

Internationale Filme und persönliche Begegnungen

Am Samstag startete das Festival mit einem Meet & Greet der internationalen Filmgäste. Die anschließenden Filmvorführungen wurden jeweils von Filmgesprächen begleitet. Dabei ging es nicht nur um die Entstehung der Filme, sondern auch um die Geschichten, Menschen und Gedanken dahinter.

„Diese internationalen Geschichten aus dem Flechthandwerk auf großer Leinwand zu erleben, ist schon etwas Besonderes. Sie während einer tollen Festivalstimmung draußen auf dem Markt zu erleben und gleichzeitig Flechtwerke aus 18 Nationen entdecken zu können, macht dieses Festival für mich umso einzigartiger.“ – Jennifer Rubach, Kuratorin

Gerade der direkte Austausch zwischen Publikum und Filmschaffenden ist ein wichtiger Bestandteil des Festivals:

„Vor allem der Austausch mit den Filmgästen macht dieses Festivalformat besonders. Zu erfahren, welche Gedanken und Geschichten hinter den Filmen stecken, ist einfach berührend und macht einen großen Unterschied.“

Das „Lichtenfelser Pferdchen“ geht nach Frankreich

Auch in diesem Jahr entschied das Publikum über seinen Lieblingsfilm. Auf der Hauptbühne des Korbmarktes wurde am Sonntagabend erstmals die neu gestaltete Filmpreistrophäe „Lichtenfelser Pferdchen 2026“ verliehen.

Der Publikumspreis ging an den handgezeichneten Animationsfilm Un brin d’espoir – A Strand of Hope von Célia Brisot und Florian Mannaioni.

Für L’Oseraie du Possible ist die Auszeichnung etwas ganz Besonderes: Das französische Kollektiv war bereits zum fünften Mal beim Kurzfilmfestival in Lichtenfels dabei und hat das Festival über die Jahre mit Filmen, Ausstellungen, Workshops und neuen Ideen zur Vermittlung des Flechthandwerks bereichert.

Danke an unsere Partner

Ein Festival wie dieses entsteht nicht allein. Das ZEF bedankt sich herzlich bei der Neuen Filmbühne Lichtenfels für die hervorragende Zusammenarbeit sowie bei allen Partnern und Unterstützern, die das Festival ermöglicht haben:

Rainer Markgraf Stiftung · Archiv der Zukunft · VR-Bank Lichtenfels-Ebern · Sparkassenstiftung · Bamberger Kurzfilmtage · Stadt Lichtenfels

Ein besonderer Dank gilt Christine Ulbrich und Patrick Büsch von der Neuen Filmbühne für die engagierte und unkomplizierte Zusammenarbeit.

Das 5. Internationale Kurzfilmfestival „Flechtkultur – Weaving Culture“ hat einmal mehr gezeigt, wie vielfältig Flechthandwerk erzählt werden kann – auf der Leinwand, im persönlichen Austausch und im eigenen Tun.

Wir freuen uns auf die nächste Ausgabe!